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OPTIRISK

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Förderkennzeichen
0330741, 0330741 A-B

Akronym bzw. Kurztitel
OPTIRISK

Querschnittsthemen
Boden- und Flächeninformation
Standortbewertung und -revitalisierung
Szenarien und Modelle

Laufzeit
Laufend seit: 01.04.2006
Projektende: 30.09.2009

Erläuterungen

In der Phase III - Vorhabensfortschreibung erfolgte die Verallgemeinerung und Zusammenführung der Projektergebnisse aus den ersten beiden Phasen in Form eines Leitfadens, sowie deren Validierung an 2 weiteren Modellstandorten.


Stand der Information
14.07.2010

Die städtebauliche Optimierung von Standortentwicklungskonzepten ökologisch belasteter Grundstücke auf der Grundlage der Identifizierung und Monetarisierung behebungspflichtiger und investitionshemmender Risiken

Ziele des Vorhabens

  • Ziel von optirisk® ist die Optimierung der Standortentwicklung für ökologisch belastete, brachliegende Grundstücke auf Basis einer interdisziplinären Analyse. Neben technischen, ökologischen und abfallrechtlichen, juristischen und ökonomischen Belangen werden städtebauliche Aspekte in die Untersuchung einbezogen. Zielkonflikte und Risiken sollen so frühzeitig identifiziert und umsetzungsorientiert bewertet werden. Die auf dieser Basis entwickelten Stadtentwicklungskonzeptionen sollen eine Optimierung des Investitionsbedarfes mit dem Ziel der Verbesserung der Reaktivierungschancen belasteter Grundstücke ermöglichen.
  • Als (wissenschaftliches) Problem wird insbesondere das Fehlen integrierter Bewertungsansätze thematisiert. Das Projekt setzen daher auf die Weiterentwicklung eines integrierten Bewertungsansatzes und einer GIS-basierten Optimierung von Standortentwicklungskonzepten und damit zur Brachflächenrevitalisierung.
  • Altlasten unterliegen immer noch einem Makel und sind u.a. deshalb schwer vermarktbar. Verantwortlich hierfür sind Haftungs-/ Inanspruchnahmerisiken sowie auch erhebliche Investitionsrisiken. Es ist notwendig, die Altlastenrisiken nicht nur zu identifizieren sondern auch zu monetarisieren mit dem Ziel, kostenoptimale, risikoarme und angepasste Nachnutzungen zu realisieren.
  • JENA-GEOS hat zur Realisierung dieses Ziels einen integrierten Bewertungsansatz entwickelt, der primär der finanziellen Abschätzung der altlasten- und abfallrechtlichen Inanspruchnahme und des Investitionsrisikos dient. Im Vorhaben soll dieses Konzept weiterentwickelt und bereits im Frühstadium städtebaulicher Planungen eingesetzt werden, um so eine umweltfachliche und -rechtliche Umsetzbarkeit und Optimierung von Investitionen zu gewährleisten.

Projektbeschreibung

Ergebnis von optirisk® sind ‚Integrierte Standortentwicklungskonzepte’, mit denen der Investitionsbedarf optimiert und somit die Reaktivierungschancen belasteter Grundstücke verbessert werden.
Dabei werden jeweils für einen konkreten Standort in einem ersten Schritt:
a) der städtebaulich geeignetste Entwurf entwickelt,
b) das verhältnismäßige Umweltqualitäts- (Sanierungs-) ziel definiert,
c) Optionen zur Anwendung Erneuerbarer Energien abgeleitet.
Bei der darauf folgenden Umsetzung des städtebaulichen Entwurfes in ein 'Integriertes Standortentwicklungskonzept' werden die räumliche Konfiguration der Schadstoffbelastungen und das energetische Potenzial derart berücksichtigt, dass der finanzielle Aufwand für die Standortentwicklung geringstmöglich gehalten wird.

Werkzeuge

a) Städtebau
Mit dem System zur Bewertung städtebaulicher Entwürfe können unterschiedliche Interessenlagen potenzieller Entscheidungsträger abgeglichen werden. Städtebauliche Entwürfe auch unterschiedlicher Nutzungen werden objektiv miteinander verglichen, so dass der aus Sicht der übergeordneten Planungen sowie gesamtstädtischer Entwicklungskonzeptionen optimale Entwurf herausgearbeitet wird.
In einer Matrix werden Prämissen aus den 4 Bereichen: Stadtbild und Landschaft, Bau- und Raumstrukturen, Konfliktpotenzial und Potenzial Aufwertung / Stabilisierung betrachtet und standortspezifisch gewichtet.

b) Umwelt
Mit der Methode 'MESOTES' (altgriech. 'Maß halten'‚ 'verhältnismäßig') werden standortbezogene Umweltqualitätsziele nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit definiert. Im Ergebnis können die nach Umweltrecht und Behördenermessen erforderlichen und verhältnismäßigen Maßnahmen zur Gefahrenbeseitigung (Haftungs- oder Inanspruchnahmerisiken) von weiteren Investitionsrisiken abgegrenzt und in einem Risikoprognosemodell dargestellt werden.
Aus dem Risikoprognosemodell sind die monetären Aufwendungen aus ökologischen Sachverhalten zur Umsetzung des jeweiligen städtebaulichen Entwurfes - auch für verschiedene Gründungstiefen - ableitbar.

c) Energie
Im Kontext mit der Altlastensanierung eröffnen sich zwangsläufig Optionen, die Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit erwarten lassen. Beispiele dafür sind die Nutzung von Langzeitwärmespeichern im Verbund mit KWK oder Solarthermie. Die Speicher könnten z.B. dort platziert werden, wo ein Bodenaushub notwendig ist. Mit dem Entscheidungsalgorithmus EPASch können Optionen für die Anwendung Erneuerbarer Energien für den speziellen Standort unter Berücksichtigung der vorgesehenen Nachnutzung abgeleitet werden.

Integrierte Standortentwicklungskonzepte

In optirisk® wird nun aus der Kenntnis des Risikoprognosemodells heraus das städtebauliche Konzept derart optimiert, dass die Kosten für die Beseitigung der Inanspruchnahme- und Investitionsrisiken geringstmöglich gehalten werden. Dabei darf der bauliche Entwurf nicht derart verzerrt werden, dass er seine funktionale und ästhetische Funktion verliert.

Modellraum

Thüringen,


Zeit- und Arbeitsplan

Das Projekt ist abgeschlossen.

Ergebnisse und Produkte

Internationale Bezüge

Die Präsentation der optirisk® – Ergebnisse beim Workshop TASK – US E.P.A. zum Thema "Sustainability Assessment Tools - Practical Applications in Germany and the US" am 12./13.11.2009 in Denver fand reges Interesse bei den amerikanischen Kollegen. und stellte den Beginn für eine bilaterale Kooperation dar. Es ist vorgesehen, im Rahmen dieser Kooperation einen Demonstrationsstandort in Kansas City modellhaft mit der optirisk®-Methode zu entwickeln. Im Ergebnis der modellhaften Anwendung wurde bereits der Leitfaden ins Englische übersetzt und soll im weiteren Projektverlauf an amerikanische Verhältnisse angepasst werden, um dort praktisch genutzt werden zu können.

English Summary

General information about optirisk®

The goal of optirisk® is the optimization of the site development for polluted, unused properties. The result: "Integrated Site Development Concepts" which optimize investment needs, improving the chances of reactivating polluted properties.

Thereby, the first step for each and every site is:
a) developing the most suitable urban planning desig,
b) defining relative goals for environmental quality and cleanup operations,
c) deriving options for employing renewable energies.

The following conversion of the urban planning design into an "Integrated Site Development Concept" considers the spatial distribution of the pollution and the energetic potential so that the costs for the site development remain as low as possible.

Tools

a) Urban development

This system for the evaluation of urban planning designs helps to compare the different interests of potential decision makers. Urban planning drafts, with a variety of different utilization ideas, are objectively compared with one another. This ensures that decision makers will select the plan that best harmonizes with overarching city development ideas and concepts. In a matrix, priorities belonging to four categories – cityscape and landscape, construction and space structures, conflict potential and potential revaluation/stabilization issues – are considered and weighed for each specific site.

b) Environment

With the MESOTES method (ancient Greek for "moderate", "commensurate"), the site specific goals for environmental quality are defined with respect to the commensurate levels. As a result, the necessary measurements for danger reduction (liability risk and claim risk) can be isolated from other investment risks and subsequently visualized in a risk prognosis model. The risk prognosis model reveals the monetary requirements for ecological issues associated with realizing the respective urban planning – even for different foundation depths.

c) Energy

In the context of cleanup operations, options concerning energy efficiency, sustainability and profitability inevitably come to light; for example, the use of longterm heat storage in connection with KWK or solar heat. The heat storage could, theoretically, be positioned where an excavation is necessary. With the decision algorithm EPASch, the most suitable application of renewable energies for designated future use can be derived for the specific site.

Integrated Site Development Concepts

In optirisk® the results of the risk prognosis model are used to optimize the urban planning concept, so that the costs for the elimination of claim and investments risks remain as low as possible. However, the construction plan may not be distorted to the extent that it loses its functional and aesthetic properties.

∑ To a certain extent, allocated charges resulting from the elimination of the claim risk can be balanced through the optimization of the urban planning concept. However, this presupposes consideration of problems caused by old pollution during the preliminary phases of the city development and planning processes. The Integrated Site Development Concept developed on this basis allows for an optimization of the investment needs, improving the chances of reactivating polluted properties.

Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation

  • Projekthomepage:
    http://www.optirisk.de/
  • Handlungsempfehlungen zur Optimierung von Standortentwicklungskonzepten für ökologisch belastete Grundstücke – das Projekt OPTIRISK; Dr. Kersten Roselt, JENA-GEOS®-Ingenieurbüro GmbH
    Download
  • Die städtebauliche Optimierung von Standortentwicklungskonzepten belasteter Grundstücke auf der Grundlage der Identifizierung und Monetarisierung behebungspflichtiger und investitionshemmender Risiken. Jena-Geos-Ingenieurbüro, Jena (Bearb.); Bauhaus-Univ. Weimar (Bearb.); LEG Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, Erfurt (Bearb.); 4. Modellstandort B: WGT-Standort Forst, Jena. Projekt optirisk. Förderkennzeichen 0330741. Jena (2008); 151 S.
    Download
  • Die städtebauliche Optimierung von Standortentwicklungskonzepten für belastete Grundstücke – Band 2: MESOTES – Identifizierung und Monetarisierung ökologischer Risiken auf urbanen Standorten. Dr. Kersten Roselt, Andreas Schaubs, Dr. Gerold Hesse, Christoph Scheibert, Anika Homuth, Clemens Bormann, Jörg Schmidt (Verf.), 2009
    Download
  • Handlungsempfehlungen zur Optimierung von Standortentwicklungskonzepten für ökologisch belastete Grundstücke – Ratgeber für Kommunen und Planer; Dr. Kersten Roselt, Anika Homuth, Dr. Gerold Hesse, Charlotte Rauschenbach, Thomas Zill, Ingo Quaas, Volker Drusche, Anja Thor (Verf.), 2009
    Link zum Download des Dokuments und Anlagen
  • Optimierung von Standortentwicklungskonzepten belasteter Grundstücke (OPTIRISK). Roselt, Kersten (Verf.); Quaas, Ingo (Verf.); Leipe, Frank (Verf.); In: Nachhaltiges Flächenmanagement. Potenziale und Handlungsfelder für Regionen im Umbau. Dokumentation zum 1. Überregionalen REFINA-Workshop in Nordhausen. Hrsg.: Genske, Dieter D. u.a., Nordhausen: Selbstverl. (2007); S. 117-123; ISBN 978-3-9809391-8-8 (Nordhäuser Hochschultexte. Schriftenreihe Ingenieurwissenschaften; 2)

Ansprechpartner

Projektleitung

Herr Dr. Kersten Roselt
JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH
Saalbahnhofstr. 25c
07743 Jena
Telefon: 03641 / 4535-13
E-mail: roselt@jena-geos.de
WWW: www.optirisk.de/en/hauptnaviga...

Herr Andreas Schaubs
JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH
Saalbahnhofstr. 25c
07743 Jena
Telefon: 03641 / 4535-0
Telefax: 03641 / 442806
E-mail: schaubs@jena-geos.de

Herr Stefan Redlich
JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH
Saalbahnhofstr. 25c
07743 Jena

Herr Clemens Borrmann
JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH
Saalbahnhofstr. 25c
07743 Jena

Herr Dr. Gerold Hesse
JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH
Saalbahnhofstr. 25c
07743 Jena

Frau Anika Homuth
JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH
Saalbahnhofstr. 25c
07743 Jena

Frau Marlies Seher
JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH
Saalbahnhofstr. 25c
07743 Jena

Herr Frank Martin
JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH
Saalbahnhofstr. 25c
07743 Jena

Frau Sylvia Sielski
JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH
Saalbahnhofstr. 25c
07743 Jena

Wissenschaftliche Kooperation

Herr Ingo Quaas
Bauhaus-Universität Weimar
Bauhausstraße 7b
99423 Weimar
Telefon: 03643/494921
E-mail: buero@quaas-stadtplaner.de

Thomas Dipl..-Ing. Zill
Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH
Mainzerhofstraße 12
99084 Erfurt
Telefon: 0361-5603509
Telefax: 0361 / 5603 336
E-mail: Thomas.Zill@LEG-Thueringen.de

Frau Anja Thor
Bauhaus-Universität Weimar
Bauhausstraße 7b
99423 Weimar

Praxispartner

Hauptamtlicher Beigeordneter der Stadt Sonneberg
Herr Dr. Heiko Voigt
Stadt Sonneberg
Bahnhofsplatz 1
96515 Sonneberg
Telefon: +49 (0)3675-880-200
Telefax: +49 (0)3675-880-330
E-mail: dr-voigt@stadt-son.de

Herr Dr. Rolf Kreimeyer
GESA Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten mbH
Arno-Nitzsche-Straße 43
04277 Leipzig
Telefon: 0341 / 7100-630
Telefax: 0341 / 7100-649
E-mail: r.kreimeyer@gesa-info.de

Frau Luther
Stadtverwaltung Zella-Mehlis
Bauamt
Rathausstrasse 4
98544 Zella-Mehlis